Was im Erstgespräch passiert

Was im Erstgespräch passiert

Ein Telefonat oder ein Videocall, meistens eine halbe Stunde. Ihr erzählt, wo es klemmt. Ich frage nach. Am Ende wisst ihr, ob das ein Thema für mich ist und was ein Mandat ungefähr kosten würde. Das Gespräch selbst kostet nichts, und danach seid ihr zu nichts verpflichtet.

Warum ich das überhaupt aufschreibe

Viele melden sich nicht, weil sie nicht wissen, was dann passiert.

Das verstehe ich gut. Ich habe selbst Termine gebucht und dabei gedacht: Gleich sitze ich in einer Präsentation fest und komme da nicht mehr raus.

Also schreibe ich es hin. Dann kannst du vorher entscheiden.

Vorher: was ich von euch brauche

Nichts. Keine Unterlagen, keine Vorbereitung, keine Aufstellung.

Ich schaue mir vorher eure Website an. Das reicht mir für den Anfang.

Wenn ihr trotzdem etwas schicken wollt, dann ein Angebot, das ihr zuletzt rausgeschickt habt. Daran sehe ich mehr als in jeder Broschüre.

Die erste Hälfte: ihr redet

Ich stelle eine Frage. Was macht ihr, und für wen?

Danach lasse ich euch erzählen.

Das klingt banal. Es ist der wichtigste Teil.

Denn irgendwann kommt der Moment, an dem jemand vom Skript abweicht. Da fällt beiläufig ein Satz, der in keinem Prospekt steht. Meistens steckt genau darin der Punkt.

Ich höre nicht nur, was ihr sagt. Ich achte darauf, wann ihr aufhört, das Übliche zu erzählen.

Die zweite Hälfte: ich frage

Dann drehe ich es um.

Warum kommen eure Kunden zu euch und nicht zum Wettbewerb? Was sagt bei euch jemand am Telefon in den ersten zehn Sekunden?

Und die Frage, die am meisten verrät: Welchen Auftrag habt ihr zuletzt abgelehnt?

Wenn mir etwas nicht plausibel ist, frage ich noch einmal. Und wenn es sein muss, noch einmal. Das ist nicht gemein gemeint. Das ist die Arbeit.

Am Ende: drei Sätze von mir

Zum Schluss sage ich euch drei Dinge.

Erstens, ob ich hier etwas sehe, an dem sich arbeiten lässt.

Zweitens, was das ungefähr kosten würde. Eine Spanne, keine Hausnummer.

Drittens, ob ich dafür der Richtige bin. Manchmal ist die ehrliche Antwort nein. Dann sage ich euch gerne, wonach ihr stattdessen suchen solltet.

Was nicht passiert

Keine Präsentation. Keine Folien über mich und meine Methode.

Kein ständiges Hinterherlaufen von meiner Seite, ob ihr euch schon entschieden habt.

Und kein Angebot, das ihr nicht angefragt habt.

Wenn ihr euch meldet, meldet ihr euch. Wenn nicht, war es trotzdem eine gute halbe Stunde. Und schlauer sind wir danach beide.

Häufige Fragen

Wir wissen noch gar nicht genau, was wir wollen. Ist das zu früh?

Im Gegenteil. Wenn ihr alles schon genau wüsstet, bräuchtet ihr mich nicht. Sortieren gehört für mich dazu.

Muss ich Geschäftsführer sein?

Für den ersten Anruf nicht. Da reicht, wer das Thema am besten kennt.

Danach schon. Markenarbeit endet mit einer Entscheidung, und die trifft jemand, der sie treffen darf und auch treffen will.

Wenn wir uns eine halbe Stunde nehmen, will ich sie auch nutzen. Deshalb hilft es, wenn du vorher weißt, bis wann etwas fertig sein soll und welches Budget im Haus dafür vorstellbar ist. Sonst drehen wir eine Runde, die keiner von uns braucht.

Telefon, Video oder vor Ort?

Wie es euch lieber ist. Für das erste Mal reicht das Telefon oder ein Videoanruf. Ich bin im Rhein-Sieg-Kreis bei Bonn, vor Ort geht also auch.

Und wenn es sehr diskret ablaufen soll, besuche ich meine Interessenten und Mandanten gerne selbst. Es findet sich immer eine Lösung.

Und wenn wir doch länger brauchen als eine halbe Stunde?

Dann nehmen wir die ganze. Wenn viel auf einmal auf den Tisch kommt, fange ich im Gespräch schon an zu sortieren. Das ist keine verlorene Zeit. Und wenn ich sehe, dass da etwas liegt, nehme ich mir die Zeit. Ein Thema abzuwürgen, weil die Uhr läuft, wäre albern.

Was passiert mit dem, was ich erzähle?

Es bleibt zwischen uns. Ich nenne keine Namen und zeige keine Fälle bei anderen Kunden.

Umgekehrt gilt das genauso. Über meine Mandanten erfahrt ihr von mir nichts. Wenn überhaupt, dann eine Andeutung ohne Namen. Ein NDA unterschreibe ich, wann immer ihr es wollt.

Ich komme aus der Technik. Da lagen jahrzehntelang Dinge auf dem Tisch, die niemanden etwas angingen. Erzählt habe ich davon nie.

Wovon der Aufwand danach abhängt, steht hier: Was Markenarbeit kostet. Und womit Markenarbeit überhaupt anfängt, hier: Slogan, Claim und Positionierung im Vergleich.